Dienstag, 27 Januar 2026 15:50

Diagnose F20 auf der Bühne

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Experimentelle Klänge und Live-Visuals in der Schaubühne Lindenfels. Experimentelle Klänge und Live-Visuals in der Schaubühne Lindenfels. Foto: Pexels / Lizenz: Pexels

In der Leipziger Schaubühne Lindenfels entsteht Ende Januar ein Konzertformat, das Musik, Bild und Performance verbindet. Das Ensemble Echo_von_nichts arbeitet dabei mit Gundolf Nandico zusammen. Im Mittelpunkt steht ein Projekt, das künstlerische Praxis mit Fragen der Neurodiversität verknüpft und einen selten öffentlich behandelten Themenbereich aufgreift. Solche Formate prägen aktuell auch die Konzertlandschaft im Januar in Leipzig.

Inhaltsverzeichnis

Diagnose F20 und Schizophrenie

Der Titel „Diagnose F20“ bezieht sich direkt auf die psychiatrische Klassifikation F20, die für Schizophrenie steht. Diese medizinische Bezeichnung bildet den sachlichen Ausgangspunkt des Konzerts. Thematisiert wird das Spannungsfeld zwischen Pathologisierung und gleichzeitiger Überhöhung neurodivergenter Wahrnehmung. Der Ansatz verzichtet auf Vereinfachung und richtet den Blick auf gesellschaftliche Zuschreibungen, wie sie auch in Debatten rund um Kunst und Politik sichtbar werden.

Hildegard von Bingen und Adolf Wölfli

Die inhaltliche Inspiration stammt aus zwei historischen Quellen. Genannt werden die Komponistin und Mystikerin Hildegard von Bingen sowie der Schweizer Art-Brut-Künstler Adolf Wölfli. Beide Persönlichkeiten stehen für Formen intensiver innerer Bilderwelten und nicht normierter Ausdrucksweisen. Ihre Werke liefern Referenzpunkte für die musikalische und visuelle Ausrichtung des Projekts und fügen sich in eine lange Tradition kultureller Experimente in der Stadt ein.

Naturtonhörner und Quarztiegel

Klanglich arbeitet „Diagnose F20“ mit einem ungewöhnlichen Instrumentarium. Zum Einsatz kommen unter anderem Naturtonhörner und industrielle Quarztiegel. Daraus entwickelt sich eine experimentelle Klang- und Bildlandschaft. Vergangenheit und Zukunft, Spiritualität und Technologie werden dabei bewusst miteinander verbunden. Die musikalische Struktur basiert auf Improvisation und wird durch Live-Visualisierungen ergänzt, mehr hier.

Ingala Fortagne und Pascal Grütter

An der Aufführung sind mehrere Akteurinnen und Akteure beteiligt. Die vokale Ebene übernimmt Ingala Fortagne. Gundolf Nandico spielt die Hörner. Für die Percussion ist Pina Bettina Rücker zuständig. Die visuellen Elemente stammen von Pascal Grütter.

  • musikalische Improvisation
  • Live-Video und Animation
  • Verbindung von Klang und Bild

„Diagnose F20“ wird als performatives Konzert von Echo_von_nichts und Gundolf Nandico aufgeführt. Die Premiere findet am Samstag, 31. Januar, um 20:00 Uhr in der Schaubühne Lindenfels statt. Eine weitere Vorstellung folgt am Sonntag, 1. Februar, um 18:00 Uhr. Tickets sind vor Ort, online sowie an allen Reservix-Vorverkaufsstellen erhältlich. Der Eintritt kostet 18 Euro, ermäßigt 12 Euro.

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Karte: Google Maps / Lage der Schaubühne Lindenfels 

FAQ

Was ist „Diagnose F20“?

„Diagnose F20“ ist ein performatives Konzertprojekt der Ensembles Echo_von_nichts und Gundolf Nandico, das Musik, Bild und Performance miteinander verbindet.

Worauf bezieht sich der Titel „Diagnose F20“?

Der Titel verweist auf die psychiatrische Diagnose F20, die für Schizophrenie steht, und bildet den thematischen Ausgangspunkt des Projekts.

Welche Künstlerinnen und Künstler wirken an der Aufführung mit?

Beteiligt sind Ingala Fortagne im Vokalbereich, Gundolf Nandico an den Hörnern, Pina Bettina Rücker an der Percussion sowie Pascal Grütter für Video und Animation.

Welche Instrumente kommen bei „Diagnose F20“ zum Einsatz?

Verwendet werden unter anderem Naturtonhörner und industrielle Quarztiegel, die eine experimentelle Klang- und Bildlandschaft erzeugen.

Wo und wann findet die Aufführung statt?

Die Aufführungen finden in der Schaubühne Lindenfels statt, am Samstag, 31. Januar, um 20:00 Uhr sowie am Sonntag, 1. Februar, um 18:00 Uhr.

Wie hoch sind die Eintrittspreise?

Der Eintritt kostet 18 Euro, ermäßigt 12 Euro. Tickets sind vor Ort, online und an allen Reservix-Vorverkaufsstellen erhältlich.

Quelle: LEIPZIGER ZEITUNG, MILEKCORP