Inhaltsverzeichnis:
- Staatsanwaltschaft Leipzig erhebt Vorwürfe
- Opfer aus vier Ländern
- Vorwurf der fahrlässigen Tötung
- Prozess gegen den Busfahrer
Staatsanwaltschaft Leipzig erhebt Vorwürfe
Die Ermittler kamen zu dem Ergebnis, dass der Fahrer den Unfall infolge der Außerachtlassung der im Verkehr erforderlichen Sorgfalt verursacht hat. Technische Defekte am Fahrzeug wurden ausgeschlossen. Die Prüfung ergab außerdem, dass weder Alkohol noch Betäubungsmittel oder Medikamente die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigten.
Opfer aus vier Ländern
Unter den Todesopfern befanden sich nach Angaben der Behörden
- eine 19-jährige Deutsche,
- eine 20-jährige Indonesierin,
- eine 43-jährige Ukrainerin,
- eine 47-jährige Polin.
Insgesamt 46 weitere Personen erlitten Verletzungen unterschiedlicher Schwere. Viele von ihnen mussten in umliegenden Krankenhäusern behandelt werden.
Vorwurf der fahrlässigen Tötung
Dem bislang nicht vorbestraften Fahrer werden mehrere Delikte zur Last gelegt. Die Anklage umfasst
- fahrlässige Tötung in vier Fällen,
- fahrlässige Körperverletzung in 46 Fällen.
Die Staatsanwaltschaft betonte, dass das Verhalten des Fahrers als unmittelbare Unfallursache bewertet wird. Die Ermittlungen schließen andere Faktoren wie technische Fehler oder äußere Einwirkungen aus.
Prozess gegen den Busfahrer
Nach Abschluss der Ermittlungen liegt der Fall nun beim zuständigen Gericht. Dort soll über eine Zulassung der Anklage entschieden werden. Der Prozess wird klären, welche rechtlichen Folgen der Unfall für den tschechischen Fahrer haben wird. Das öffentliche Interesse am Verfahren ist groß, da es um die Sicherheit im Reiseverkehr geht.
Quelle: TAG24, www.globewings.net/de