Inhaltsverzeichnis:
- Ergebnisse des neuen Gutachtens von actori
- Strategische Ziele bis 2030
- Entwicklung der Finanzierung
- Pläne für den Augustusplatz
Ergebnisse des neuen Gutachtens von actori
2022 beschloss der Stadtrat, ein weiteres Gutachten zu den städtischen Kulturbetrieben in Auftrag zu geben. Die Beratungsgesellschaft actori führte diese Untersuchung in den Jahren 2023 und 2024 durch. Das Ergebnis bestätigte erneut die Funktionsfähigkeit der bestehenden Strukturen. Eine umfassende wirtschaftliche Bewertung war nicht Teil der Aufgabenstellung. Die Betriebe arbeiten wirtschaftlich und sind ein wichtiger Faktor für die Attraktivität Leipzigs.
Strategische Ziele bis 2030
Die neue „Strategie 2030“ verfolgt sechs zentrale Ziele.
- Teilhabe fördern – Angebote werden regelmäßig an die sich wandelnde Stadtgesellschaft angepasst.
- Zugänglichkeit erhöhen – Öffnung von Räumen als „dritter Ort“.
- Vermittlung koordinieren – gemeinsame Strategie für Kulturvermittlung.
- Attraktivität steigern – bessere Positionierung als Arbeitgeber.
- Personal gewinnen – Optimierung der Personalentwicklung.
- IT-Governance etablieren – konsequente Digitalisierung.
Wichtig ist, dass keine zusätzlichen Stellen oder Budgets erforderlich sind und die Strukturen erhalten bleiben.
Entwicklung der Finanzierung
Die Analyse der Haushaltszahlen zwischen 2010 und 2022 zeigt eine kontinuierliche Steigerung des Budgets. Dabei sank der Anteil der Kulturbetriebe am Gesamthaushalt leicht.
| Jahr | Ergebnishaushalt Leipzig (Mio. EUR) | Gesamtkosten Kulturbetriebe (Mio. EUR) | Anteil Eigenbetriebe (%) |
|---|---|---|---|
| 2010 | 1.184 | 75,5 | 6,37 |
| 2015 | 1.462 | 85,0 | 5,81 |
| 2020 | 1.881 | 98,1 | 5,22 |
| 2021 | 2.101 | 109,2 | 5,20 |
| 2022 | 2.159 | 102,8 | 4,76 |
Oper Leipzig und Gewandhaus beanspruchen zusammen den größten Teil der Mittel, jeweils über 70 % des Budgets.
Pläne für den Augustusplatz
Ein zentrales Element der Strategie ist die stärkere Nutzung des Augustusplatzes. Das Gewandhaus plant, sein Foyer tagsüber zu öffnen und den Platz so zu einem attraktiven Treffpunkt zu machen. Die Oper Leipzig möchte im Sommer ihre Treppe als Bühne nutzen und so neue Zielgruppen ansprechen. Beide Maßnahmen sollen Barrieren abbauen und niedrigschwellige Zugänge zur Hochkultur schaffen.
Die weiteren Schritte sehen vor, dass der Stadtrat die Ergebnisse des Prozesses als Informationsvorlage erhält. Damit kann die Umsetzung der Strategie beginnen, ohne den städtischen Haushalt zusätzlich zu belasten. Leipzig setzt so ein deutliches Zeichen, dass Kultur trotz Sparzwängen eine zentrale Rolle im Stadtleben behält.
Quelle: Leipziger Zeitung, www.on-the-top.net/de/